| Gender: Gleichmacherei statt Gleichstellung |
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Gleichmacherei statt Gleichstellung – vom Grundgesetz zum Gender-Schwindel Nein – um Gleichberechtigung der Geschlechter auf allen gesellschaftlichen Ebenen und Gleichstellung in den Lebenschancen, wie dies im bundesrepublikanischen Grundgesetz verankert ist, geht es den Propagandisten des „Gender Mainstreaming“ nicht. „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ heißt es in Artikel 3 des Grundgesetzes, dort wird der Staat seit 1994 ausdrücklich in die Pflicht genommen, „die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern“ zu fördern und „auf die Beseitigung bestehender Nachteile“ hinzuwirken. Gegen diese Gleichberechtigung von Männern und Frauen im Rechts- und Berufsleben treten inzwischen nur noch islamische Dunkelmänner und einige mittelalterliche Knallchargen aus der Riege des Dr. Seltsams auf, während es tausend gute Gründe gibt, eine Gleichsetzung und völlige Gleichbehandlung der Geschlechter für verheerend halten. Frauen ohne spezifische Schutzrechte (etwa während der Schwangerschaft), die Beseitigung der besonderen sozialen Rolle des Vaters wie der Mutter in der Erziehung der Kinder, die Verhinderung jeweils unterschiedlicher Methoden in der Erziehung und Bildung von Mädchen und Jungen, die Aufhebung der erotisch-sexuellen Spannungen und Polarität zugunsten einer Unisex-Langeweile – all das wäre der flotte Abmarsch in eine ausweglose gesellschaftliche wie innerseelische Sackgase. Die schönen Worte vom „Etablieren der Perspektiven sozialer Geschlechter“ oder der „geschlechtersensiblen Folgenabschätzung“ dienen den Strategen des „Gender Mainstreaming“ lediglich als kosmetisch aufpolierte Fassade, als ideologischer Rauchvorhang, hinter dem die eigentlichen politischen Ziele ungestört verfolgt werden können. Dabei wurde ein ursprünglicher aus der Frauenbewegung der siebziger und achtziger Jahre stammender Begriff durch die Herrschenden aufgenommen und für ihre Zwecke aus- und umgearbeitet – bis hin zum Amsterdamer Vertrag, der ab 1997 dieses Konzept zur offiziellen Leitlinie der EU-Gleichstellungspolitik machte. Wie es sich gehört, wurde diese Brüsseler Vorgabe in Berlin zügig nachvollzogen: Nach einem Kabinettsbeschluß vom 23. Juni 1999 sieht die Bundesregierung die „Gleichstellung von Frauen und Männern als durchgängiges Leitprinzip“ und fördert dies als gesellschaftliche Querschnittaufgabe unter dem Begriff „Gender Mainstreaming“ – etwa indem man in der Meinungsfabrikationsanstalt „Bundeszentrale für politische Bildung“ einen entsprechenden „Implementationsprozeß“, besser gesagt Gleichschaltungsprozeß, einrichtet. Auf der vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eingerichteten Netzseite heißt es daher so schönfärberisch und unverbindlich: „Gender Mainstreaming bedeutet, bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen, da es eine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt.“ Das Paradoxon: Genau diese bisher nicht vorhandene „geschlechtsneutrale Wirklichkeit“ soll durch Strategien des Gender Mainstreaming langfristig geschaffen werden. Die Gender-Utopie soll zum Mainstream, also Hauptstrom, der gesellschaftlichen Wirklichkeit werden, indem die vorhandenen Unterschiede weder als Gottes Schöpfung, dem Leben, der Natur Vorgegebenes begriffen werden, sondern zu unerwünschten Abweichungen von einem theoretisch ersonnen Ideal erklärt werden. Die gegebenen Unterschiede sollen in historischer Perspektive Schritt für Schritt durch Politik – etwa über soziale Ingenieurarbeiten („social engineering“), entmündigende Sozialarbeit, ideologische Bewußtseinstransformation usw. – beseitigt werden. Neben dem von oben her gewollten und vorgeschrieben Hauptstrom dieser Unisex-Utopie werden dann nur noch einige dünne Rinnsale geduldet sein, in denen sozusagen in kleinen Reservat-Biotopen die klassische Vater-Mutter-Kinder-Familie, der ungezähmte männliche Mann und die ebenso unerwünschte frauliche Frau geduldet werden. Dumm-dreist behauptet das Familienministerium, für Gleichstellungspolitik habe sich „in Europa der Begriff Gender Mainstreaming etabliert“. Nur meint eben dieser Begriff etwas ganz anderes als die rechtliche Gleichstellung von Mann und Frau, und er hat sich auch nicht einfach naturwüchsig „etabliert“. Er wurde mit viel Geld und Energie von einer multinationalen Koalition der Böswilligen und der Naiven im (pseudo)wissenschaftlichen Bereich und in den Medien durchgesetzt. Horror der Ideal-Utopien Der Begriff „Gender“ soll eine „Geschlechterrolle“ bezeichnen, die angeblich mit der biologischen Rolle nichts zu tun hat und im Gegensatz zu dieser angeblich frei änderbar, lernbar und verlernbar ist. Hier zeigt sich der fanatische theoriegläubige Idealismus einer Pseudo-Linken, die philosophisch auf den Hund gekommen und in eine aufklärungsfeindliche Barbarei zurückgefallen sich mit Gewalt und Manipulation Staatsbürger nach ihrem eigenen Missgebildeten Bilde schaffen will. Diese Doktrin behauptet zwar, sich von der Wirklichkeit und einem materialistischen Blick auf die Welt leiten zu lassen. Tatsächlich wird aber die Materie (nicht umsonst steckt in dem Wort „materia“, die Wurzel „mater“) ist eben nicht ein totes Objekt, sonder als Gegenstand unseres Handelns zugleich dessen Voraussetzung, dessen ursprünglicher Urgrund als Element einer Schöpfung, aus der wiederum schöpferisches Leben entspringt. Nur in einer artifiziell-gewaltsamen Fiktion kann man die biologische Wirklichkeit von der sozialen abtrennen. Dieses schräge Weltzerrbild erinnert nicht ganz zufällig an die wissenschaftlich völlig überholte Sichtweise, dass das Seelische nichts mit dem Körperlichen zu tun habe, und an das reaktionäre Spintisieren von einem menschlichen Geist, der frei über den Wassern schwebt. Ein solches gedankenloses Denken, eine solche Dummheit auf dem hohen Niveau hehrer Begriffe und wichtigtuerische Intelligenzlerei passt vortrefflich zu einer Politik, die permanent an der Realität scheitert, aber gerade deswegen darauf angewiesen ist, dass die splitterfasernackten Kaiser und KanzlerInnen mit dem virtuellen Gewebe wohlklingender Floskeln verhüllt werden. Diese Ideologie gehört zu einer unaufgeklärten, menschenfeindlichen Pseudo-Aufklärung, die mit ihren Homunkuli und Maschinen-Menschen genau jene Schrecknisse entwirft, die schon von den Romantikern (Mary Shelley, E.T.A. Hoffmann usw.) in prophetisch-genialen Gestalten wie dem Menschenkonstrukteur Viktor Frankenstein vorausgeahnt wurden. Eine zugleich beschränkte und sich jeder Selbstbeschränkung verweigernde unvernünftige Vernunft, die sich jeder Selbstbeschränkung verweigernde unvernünftige Vernunft, die sich selbst als Gott stilisiert und als „neuer Prometheus“ Leben erzeugen und vernichten will, spielt auch in der Genetik, in der Eugeneik usw. immer noch und immer wieder eine große Rolle. Auf politischem Gebiet stehen damit in Beziehung die vielen Versuche, die historisch gewachsenen Vaterländer und Staaten zu überwinden und aufzulösen in Einheits-Kunststaaten mit künstlich angeglichenen Norm-Staatsbürgern (vom Kindergarten an englisch sprechend, religiös neutral-indifferent, politisch linksliberal, stromlinienförmig und lammfromm). Wenn die Gender-Ideologen dem Menschen mit typisch deutscher Pedanterie und Kompromisslosigkeit seine natürliche Geschlechtlichkeit zu rauben versuchen, wer koaliert da mit wem? Nun, es sind einerseits Kräfte des globalen Finanzkapitals, die sich von einer konformen „schönen neuen Welt“, in der die potentiellen Widerstandsnester der Familien und der bewährten Großorganisationen (Kirchen, konservative Parteien usw.) an den Rand gedrängt sind und das Arbeitskräftereservoir der Frauen maximal erschlossen ist, eine unanfechtbare Allmacht ihrer politischen Marionetten versprechen. Andererseits nutzen die Großkopferten als Hilfstruppen und nützliche Idioten verschieden Lobbygruppen aus der Frauenbewegung und der desorientierten Latt-Macchiato-Linken, die sich ebenso wie für den ominösen „Kampf gegen rechts“ für eine desaströse, angeblich „kulturrevolutionäre“ Ausrottung aller überkommenen Werte und Strukturen mit Feuer und Schwert begeistern lassen und sich den postmodernen orientierungslosen Relativismus zum Leitstern erkoren haben. Opfer-Insrumentalisierung Ein zentrales taktisches Instrument der Gender-Propagandisten ist die mediale Opfer-Selbstdarstellung, also die öffentliche Behauptung, Opfer zu sein und die dazugehörige erfolgreiche Suggestion sich selbst und anderen gegenüber. Sie speist sich einerseits aus einem alten und vielfach abgenutzten Topos der Frauenbewegung (die per se armen und schwachen, von den per se chuvinistischen Macho-Männern unterdrückten Frauen), andererseits aus der Altlinken Weinerlichkeit, wo noch die sattesten staatlich alimentierten Spießbürger sich identifizeiren mit verfolgten Juden und gefolterten Antifaschisten. Mit dem Opfer-Status wird der Gegenseite alle Schuld zugewiesen und erklärt man sich selbst für prinzipiell schuldlos. Was in der Gender-Politik als „Integration der Gleichstellungsperspektive“ und als „durchgängige Gleichstellungsorientierung“ vermarktet wird, ist eine gnadenlose Gleichmacherei, die in ungeistiger Komplizenschaft mit einer Politik der generellen „Antidiskriminierung“ auch das rationale, pragmatische Unterscheiden zwischen dem Eigenen und dem Fremden, zwischen Freund und Feind verhindern und zum Verbrechen erklären will. Daß Menschen sich selbst zunächst einmal der Nächste sind, dass man sich selbst lieben und achten muß, um andere lieben und achten zu können, dass einem die Mitglieder der eigenen Familie und des eigenen Volkes näher sind als irgendwelche Außenstehende – all diese Selbstverständlichkeiten versuchen die Ideologen durch Umerziehung zu unterdrücken oder sogar auszurotten. Natürlich ist den Propagandisten der allgemeinen, die gleichen und freiwilligen Armt und Askese alles Abweichende ein Greuel – eine Schule ohne Koedukation, eine zeitweise Abstinenz von der Vermischung in Männerbünden oder einen Frauengruppen. Von den Aposteln der grauen Gleichmacherei wird es nicht etwa als bunte Vielfalt begriffen und begrüßt, wenn in den Burschenschaften Frauen nicht immer und überall mit von der Partie sind, genauso wenig wie diese ewigen Zukurzgekommenen, diese professionellen Neider und Mißgönner eine geistige oder finanzielle Überlegenheit ertragen können. Alles soll heruntergebrochen werden auf den Einheitsleisten des gesellschaftlich Erwünschten und Verordneten – darin sind sich die Gender-AktivistInnen einig mit all den Verfechtern der politischen Korrektheit und eines von oben straff gelenkten Daueraufstandes der Anständigen gegen alles, was abweicht vom durchschnittlichen Mitläufertum. Gender in Aktion Was gender-Politik konkret bedeutet, zeigte sich im letzten Sommer im Stadtstaat Hamburg beim Skandalgeschrei einer ominösen Mini-Volksfront aus Kersten Artus von der „Linken“ (die Dame stammt ursprünglich aus der DKP, dieser welkesten Sumpfblüte am Totholz des Spätstalinismus) und der Abgeordneten der „Grün-Alternativen Liste“ (GAL) Nebahat Güclü (Vizepräsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft), die vereint gegen das Pixi-Schulbuch „Politik und Demokratie“ für Dritt- bis Fünftklässler wetterten, weil dieses angeblich „vor Diskriminierung, Sexismus und Rassismus strotze“. Unsere beiden Vorkämpferinnen für Paranoia und Sprachzensur, offenkundig VorstandsmitgliedInnen im Verein für Höheren Blödsinn, warfen dem Buch unter anderem vor, dass es ein traditionelles Familienbild mit Vater-Mutter-Kinder-Familien ganz ohne lesbische Doppelmütter und transexuelle Patchwork-Strukturen vermittele und dass weder ausländische Namen noch farbige Schüler vorkämen. Vor allem aber sei „die Sprache nicht gegendert“. Ja, mindestens die Phraseologie muß „gedschendert“ sein, es muß also in gerechter Sprache Beipiel heißen „der/die SchulleiterIn“ und am besten auch gleich „das Mädchen und das Junge“. Wahrscheinlich schwebt den Missionaren des Gendertums längst schon ein Serie von Bücherverbrennungen vor, in der ungegenderte Machweke con „Struwwelpeter“ bis zum „Faust“, von „max und Moritz“ bis zur Bibel abgefackelt werden, damit der Markt und die Hire frei sind für bereinigte und zeitgemäße Neuauflagen in gegenderten Neusprech. Wofür haben wir im übrigen die Computer? Sie können uns für jedes Werk einen Antirassismus-Faktor mit genauem Multi-Kulti-Wert und einen exakten Pegel des lesbisch-schwulen Hintergrundrauschens errechnen, so dass das Aussortiern unerwünschter Literatur zügig und objektiv erfolgen kann. Man könnte all das von der lustig-satirischen Seite nehmen, aber bei aller Lächerlichkeit geht es hier um einen gefährlichen Wahn, der es mit verbissenstem Sendungsbewusstsein gepredigt wird. Zu recht sieht Gabriele Kuby Anzeichen für einen volkspädagogischen sexuellen Totalitarismus, der Christen und Andersdenkende zu unterjochen sucht. Auch der deutsche Faschismus, der seit 1918 mit dem faulen Zauber der Thule-Gesellschaft begann und mit dem operettenhaften Marsch auf die Feldherrnhalle 1923 seinen ersten Höhepunkt erreichte, war von seinem Anfang bis zu seinem Ende (tragi)komisch und dennoch niemals ungefährlich. Das oft strapazierte „Wehret den Anfängen!“ – im Kampf gegen die Gender-Psychose ist es mehr als angemessen, zumal diese politische Krankheit längst das Ghetto des intellektuellen Salongeschwätzes und der Küchenkabinette verlassen hat und sich epidemisch in der Gesellschaft ausbreitet. Wer die Selbstbestimmung der Menschen gegen die Sozialingenieure und gegen die lebensgefährlichen Utopien aktueller und potentieller Machthaber verteidigen will, der muß unbedingt den trüben „Hauptstrom“ der Gender-Mainstreamer stoppen, ehe er mit aller Kraft über unser Land und unser Volk hereinbrechen kann.
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