| Großeinsatz der Feuerwehr am 16.08.2010 |
Risiko Ethylenoxid
Wie nervös die Feuerwehr beim Alarmeinsatz reagierte, an einem Gaskesselwagen auf dem Rangiergelände in Rheinhausen, zeigte der hohe Fahrzeug- und Personaleinssatz.
Nach dem Einsatzabschluß wurde den Bürgern austropfendes Kondenswasser präsentiert. Kondenswasser das vermutlich durch eine hohe Kühlleistung am Kühlsystem entstand.
Dabei wurden viele Fragen zum Risiko offen gelassen, weil die Bürger dann unangenehme Fragen stellen könnten.
Vermieden wurde auch die Aufklärung, daß das ausströmendes Ethylenoxid hoch entzündlich ist, narkotische Wirkung hat, krebserregend ist, bei der Einatmung zu Schwindelanfällen und Teilnahmslosigkeit führt und bei größeren Mengen der Erstickungstod droht.
Verschwiegen wurde die Gefahr, daß reines Ethylenoxid mit sich selbst reagiert und ohne Zusatz von Luft oder anderen Stoffen sofort zum exothermen Selbstzerfall neigt. Dazu genügt bereits ein kleiner Druckstoß (z.B. Auffahrunfall auf Stadt-, Land- oder Bundes-Straßen). Was von chemisch instabilen Stoffen hinreichend bekannt ist.
Mit zunehmender Ethylenoxidkonzentration steigt der Detonationsdruck. Das Maximum ist bei ca. 70 Vol.% erreicht. Selbst bei einer kleinen Zündenergie detoniert der Stoff.
In Deutschland hat es bei Transporten mit diesem Gefahrgut bereits Unfälle gegeben, die nur durch viel Glück keine Katastrophe auslösten.
Amerika hat da bereits andere Erfahrungen machen müssen (z.B. Evakuierung bis zu einer Ausdehnung von 16 Km).
Doch sollten die Bürger in Rheinhausen nach Evakuierungsplänen und Sicherheitsräumen fragen die gas- und druckdicht sind.
Hinweis: Detonation, eine mit Überschallgeschwindigkeit sich ausbreitende chem. Reaktion.
Leserbrief, 19.August 2010
Hans-Dieter Even Atroper Straße 2 47226 DU-Rheinhausen
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