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"Kein Gott, kein Staat, kein Kriegsapparat"

Wer das Haus Gottes betreten darf und wer nicht, darüber möchten in Köln die Kommunisten entscheiden. Wer heute morgen den Kölner Dom besuchen wollte, musste mit Pöbeleien und Belästigungen rechnen, denn dort las Kardinal Meisner die traditionelle Soldatenmesse.

Grund genug, für einige “Friedensfreunde”, zu ungewohnt früher Stunde das Bett zu verlassen, um Gottesdienstbesucher, vor allem aber die zahlreich erschienenen uniformierten Soldaten mit Sprechchören zu beleidigen. Beonders beliebt: “Kein Gott, kein Staat, kein Kriegsapparat”, wobei sich drolligerweise auch ein Grüppchen namens “Pax Christi” lauthals beteiligte. Der Hass der roten Schreihälse brandete besonders auf, als Kardinal Meisner die Domplatte überquerte, um die Kirche durch das Hauptportal zu betreten.

Im Innern des bis auf den letzten Platz besetzten Doms bekam man von den Randalierern glücklicherweise nichts mit. Polizei und Feldjäger achteten darauf, dass Störer nicht in nennenswerter Zahl eindringen konnten. Soweit bekannt verlief der Gottesdienst, der von uniformierten Soldaten und Militärmusikern mitgestaltet wurde, ohne weitere Störungen.