| Depp Steuerzahler |
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Wenn ich noch Haare hätte, würde ich mir diese vermutlich raufen. Die deutsche Politik hat innerhalb der vergangenen fünf Tage Entscheidungen getroffen, die den Steuerzahler teuer zu stehen kommen. Das wäre nicht weiter schlimm, würde das den Steuerzahler nicht Millionen kosten. Jetzt ist nachzubessern. Völlig egal ist, ob die Regelsätze durch mehr Geld oder in Form von Sachleistungen erhöht werden. Bluten wird wie immer der Steuerzahler. Und warum? Weil es angeblich um die Menschenwürde geht. Hatte die Nachkriegsgeneration weniger Würde? Zwar kann sowieso niemand plausibel erklären, worin der Zusammenhang zwischen Hart IV-Satz und Menschenwürde liegt, aber das scheint niemanden zu interessieren. Hatte die Nachkriegsgeneration in den Aufbaujahren wenig Würde weil sie arm war? Sicher nicht. Das Gegenteil trifft zu. Werte wie Fleiß, Ordnung, Disziplin waren eben noch nicht durch Konsum und Spaß ersetzt. Die Menschen hatten Würde, weil sie sich anstrengten und mit den wenigen Mitteln die sie hatten, versuchten das Maximum zu erreichen. Ganz vergessen bei der Diskussion wird übrigens auch immer die Würde des Steuerzahlers. Der Mittelstand ist der Depp Auch müssen griechische Steuerzahler keine Angst vor angekauften CDs oder dem Finanzamt haben, da Steuerhinterziehung oder – Zahlung eh niemanden interessiert. Finanziert haben die Griechen diesen Luxus über Kredite und EU-Subventionen, solange es eben ging. Und was macht Deutschland? Es will die Griechen unterstützen, notfalls im Alleingang. Da kann der Steuerzahler nur noch Danke sagen. Frank Liebermann, gelegentlicher Mitarbeiter der JF, 41 Jahre alt, studierte Verwaltungs- und Informationswissenschaft in Konstanz, verdient sein Geld als Informatiker und lebt seit fast zehn Jahren in der Schweiz in Bern.
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