| Mit Migranten Facharbeitermangel beheben? |
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In Deutschland herrscht Facharbeitermangel und Migranten sollen die Lücken füllen. Doch 40% des Zuwanderernachwuchses erreicht in der Schule nur Grundschulniveau. Angeblich erkennen sie und ihre Eltern den Wert einer guten Ausbildung nicht. Schuld sollen die Deutschen sein. Das Handelsblatt schreibt: Duale Ausbildung in die Zwickmühle: Schon 2009 gab es teilweise nicht genug qualifizierte Bewerber am Lehrstellenmarkt, Tendenz massiv steigend. Es gibt nur einen Ausweg aus dem Dilemma: “Wir müssen das Reservoir der Migranten besser ausschöpfen”, sagt Telekom-Personalvorstand Thomas Sattelberger, Sondergesandter der Arbeitgeber und des BDI für Bildung. Politik und Unternehmen haben das Thema lange vernachlässigt – die Migranten schneiden in den Schulen weit schlechter ab als ihre Kameraden. Jetzt drängt die Zeit: Schon 2015 fehlen nach einer Prognos-Studie fast drei Millionen Fachkräfte auf allen Ebenen. (…) “Der Meister der Zukunft ist Türke”, hat es Handwerkspräsident Otto Kentzler auf den Punkt gebracht. Doch bisher ist das nur ein frommer Wunsch. Das Potenzial ist riesig: Fast jeder fünfte Bewohner Deutschlands hat einen Migrationshintergrund, Tendenz steigend. Unter den Kindern bis zehn Jahre ist es sogar ein Drittel, in den Industrieregionen des Westens mehr als 40 Prozent. Natürlich haben nur wir eine Bringschuld. Wir müssen Migranten besser fördern: Das Problem beginnt im Kindergarten, den Migranten seltener besuchen, und der noch immer mangelhaften Sprachförderung in den Grundschulen. Danach trennen sich die Wege: Vor allem türkischstämmige Jugendliche und Aussiedler aus der Sowjetunion besuchen viel häufiger als andere die noch vorhandenen Hauptschulen. Merkwürdigerweise bilden Migranten wenig Migranten aus. Das überlässt man lieber bösen deutschen Kapitalisten. Vorreiter bei der Integration von Migranten sind im übrigen die freien Berufe: Sie weisen mit 7,7 Prozent die höchste Quote an ausländischen Azubis auf – vor allem bei Ärzten und Apothekern lernen viele Migrantinnen als Helferin. Umgekehrt bilden auch Migranten selbst nur unterdurchschnittlich aus. Die Deutschen plagt indes nur eine Sorge: Schwerer ist es im gewerblichen Bereich. Im Handwerk sind fünf Prozent der Azubis Ausländer, im Reich der IHK sogar nur 3,9 Prozent. Das liegt auch daran, dass die klassische deutsche duale Berufsausbildung bei Migranten nicht so hoch im Kurs steht, weil sie ihren Wert nicht erkennen, heißt es bei beiden Verbänden. Deshalb “brauchen wir dringend eine Elternkampagne, denn wenn wir die Eltern nicht vom Wert einer Ausbildung überzeugen, nützt alles andere wenig”, sagt von Obernitz. Aber wozu arbeiten für sein Leben? Hier kriegt man doch prima alles geschenkt! Wenn auf dem Schulhof gesagt wird, ich werde HARTZ IV oder Gangsta!
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